Schielbehandlung

Eine Schielbehandlung ist in jedem Alter möglich. Gerade bei Neugeborenen und Kindern rate ich so früh wie möglich zu einer fachgerechten Behandlung. In 50% der Fälle ist das Schielen mit der richtigen Brille - nach einer Skiaskopie in Zykloplegie - behandelbar. In den übrigen Fällen ist eine Okklusionsbehandlung, eine Prismenbrille oder auch eine Schieloperation notwendig.

Bei Kindern bedeutet eine korrekte Behandlung volle Sehkraft mit beiden Augen, fördert die Entwicklung des räumlichen Sehens und garantiert einen bleibenden Erfolg.
Eine enge Zusammenarbeit mit orthoptischen Fachkräften ist in der Ordination gewährleistet und ermöglicht eine über das augenärztliche Angebot hinausgehende Betreuung.

Warum schielt man?

Jedes Auge wird von 6 äusseren Augenmuskeln bewegt. Besteht ein deutliches Ungleichgewicht im Muskelzug und/oder reicht die Fusionsfähigkeit des Gehirns nicht aus die beiden Bilder zu überlagern, tritt eine Schielstellung auf (eine Abweichung der optischen Achsen beider Augen). Es gibt verschiedene Schielformen, die auslösenden Ursachen sind sehr unterschiedlich.

SCHIELOPERATION

Bei Kindern kommt eine Schieloperation erst bei stabilem Schielwinkel und Akzeptanz einer Okklusionstherapie in Frage.

Was wird bei der Schieloperation gemacht?

Durch eine Verlagerung oder Faltung der Augenmuskelsehnen wird ein Gleichgewicht im Muskelzug hergestellt. Die Sehnenansätze befinden sich direkt unter der Bindehaut des Auges und sind durch einen kleinen Bindehautschnitt zugänglich. Eine Schieloperation dauert durchschnittlich 30 - 45 Minuten. Der Eingriff findet tagesklinisch statt, sie können aber auch eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Bei Kindern ist eine Begleitperson notwendig. Ich empfehle eine Operation in Vollnarkose, jedoch ist auf ihren Wunsch der Eingriff auch in Lokalanästhesie möglich. Bei Kindern kooperiere ich mit erfahrenen KinderanästhesistInnen.